„Mich interessiert, was wir durch unsere Körper über die Dinge wissen“, sagt Simone Forti (1935 Florenz, IT – seit 1938 Los Angeles, US) über ihre Arbeit. Obwohl sie als Schlüsselfigur des postmodernen Tanzes und der Minimal Art gilt, zieht sie die Bezeichnung „Bewegungskünstlerin“ vor. Simone Fortis Arbeit als Künstlerin, Choreografin, Tänzerin und Autorin ist wegweisend.
Diese Publikation erschien aus Anlass der gleichnamigen Retrospektive von Simone Forti am Museum der Moderne Salzburg (18. Juli – 9. November 2014). Diese erste umfassende Darstellung des vielfältigen Werks dieser einflussreichen Künstlerin enthält zahlreiche Abbildungen und Essays prominenter Kunsthistoriker*innen und Wegbegleiter*innen. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen werden in diesem Band erstmals eine umfassende Geschichte der Ausstellungen und Performances sowie eine Biografie und Bibliografie zu Simone Forti veröffentlicht.
Simone Forti hat sich in ihrer künstlerischen Arbeit dem Experiment und der Improvisation verschrieben. Zu ihren bekanntesten Werken zählen minimale Objekte aus Sperrholz und Seilen, die berühmten Dance Constructions (1960/61), die erstmals im Loft von Yoko Ono in New York aufgeführt wurden. Ebenfalls veröffentlicht wird Fortis innovative Arbeit mit Hologrammen, Zeichnungsserien, Klangarbeiten und Videos. Fortis Untersuchungen der Beziehung von Objekt und Körper im Wechselspiel mit mentalen Abläufen und Sprache sind wichtige Beiträge an der Schnittstelle zwischen Skulptur und Performance. In den späten 1960er-Jahren, als sie in Rom in der Nähe des Zoos lebte, begann sie aus den Bewegungen von Tieren Performances zu entwickeln. In den News Animations, ihren jüngsten Arbeiten, untersucht sie, wie aktuelle Ereignisse im Tanz gespiegelt werden können.
Foto © Werner Kaligofsky, Bildrecht Wien 2024
Herausgegeben von
Sabine Breitwieser
für das Museum der Moderne Salzburg
Salzburg, 2014
Texte von
Einleitung und Interview mit Simone Forti von Sabine Breitwieser
Aufsätze von Julia Bryan-Wilson, Fred Dewey, Meredith Morse, Gespräch zwischen Liz Kotz und Tashi Wada sowie der Künstler*innen Robert Morris, Steve Paxton, Yvonne Rainer und Simone Forti
Mit umfassender Biografie, Ausstellungs- und Performance-Geschichte, Bibliografie und Werkliste
Grafische Gestaltung von Martha Stutteregger
28 × 24 cm, 320 Seiten, 574 Abbildungen
Gebunden, getrennte deutsche und englische Ausgaben
München, Hirmer Verlag, 2014
Deutsch ISBN 978-3-7774-2277-0
Englisch ISBN 978-3-7774-2278-7






