Die Stadt Salzburg gilt aufgrund ihrer einzigartigen Lage und des denkmalgeschützten Altstadtensembles weltweit als unverwechselbar. Diese besondere Situation stellt für die Entwicklung und Modernisierung der Stadt immer wieder große Herausforderungen an Politik, Stadtplanung und Bevölkerung. So wurden bereits in der Vergangenheit zahlreiche Ideen und Projekte für städtische Neu- und Umbauten entwickelt und letztlich wieder verworfen. Im Jahr 2015 präsentierte das Museum der Moderne Salzburg unter der Direktion von Sabine Breitwieser in der Ausstellung Ungebautes Salzburg eine Auswahl von ambitionierten, unverwirklicht gebliebenen öffentlichen Bauprojekten und rückte mit dieser neuen Programmschiene das Museum als Plattform für Fragen der Stadtentwicklung in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
Mit dem Forschungsprojekt und der Ausstellung Neues Salzburg wurde die Diskussion über (neue) städtebauliche Lebensräume mit einem kritischen Blick auf die Zukunft der Stadt fortgesetzt. In Zusammenarbeit mit der Accademia di architettura der Università della Svizzera italiana (USI) in Mendrisio entstanden visionäre Projekte, die aufzeigten, wie zeitgenössische Architektur den Charakter einer Stadt innovativ verändern kann. Verfügt Salzburg über Potenzial für eine Zukunft jenseits einer Stadt als Museum? Kann Salzburg unter den gegenwärtigen Bedingungen den aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft gerecht werden und sich erneuern? Zu diesen Fragen entwickelten 122 Architekturstudent*innen im Rahmen ihrer Diplome unter Leitung ihrer Professor*innen Bauprojekte zu 15 ausgewählten Arealen im Stadtgebiet von Salzburg.
Die Projekte entstanden unter der Leitung von 15 international bekannter Architekt*innen:
Manuel und Francisco Aires Mateus, Walter Angonese, Michele Arnaboldi, Valentin Bearth, Frédéric Bonnet, Mario Botta, Jan De Vylder (Architecten De Vylder Vinck Taillieu), Yvonne Farrell und Shelley McNamara (Grafton Architects), Quintus Miller, João Nunes–João Gomes da Silva, Valerio Olgiati und Jonathan Sergison.
Gemeinsam mit der Stadt Salzburg wurden 15 Areale ausgewählt und anschließend zu 14 Projekten vereint: der Parkplatz Augustinerkloster, der Mirabellplatz, der AVA-Hof, Kapuzinerberg Nord, das Museum der Moderne Salzburg, der Mönchsberg, Auerspergstraße 7, Möbi Fürbergstraße, das Bahnhofsareal, Harmath Weilinger, Schanzlpark – Petersbrunnstraße – Erzabt-Klotz-Straße, das Messegelände, die ehemalige Grenzstation Freilassing und der Residenzplatz.
Foto © Rainer Iglar
11. November 2017 – 25. Februar 2018
Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg, Ebene 3
Salzburg, AT
Ein Projekt von Museum der Moderne Salzburg und Accademia di architettura – Università della Svizzera italiana, mit Unterstützung der Stadt Salzburg
Projektleitung, Kuratorin
Sabine Breitwieser, Direktorin
Assistenz-Kuratorin: Christina Penetsdorfer, Museum der Moderne Salzburg
Gastkuratoren
Marco Della Torre, Thomas Tschöll, Accademia di architettura di Mendrisio
Links
www.museumdermoderne.at
Projekt Website (leider nicht mehr aktiv)








