Martha Rosler. Meta-Monumental Garage Sale

In ihrer ersten Einzelausstellung im Museum of Modern Art in New York präsentierte die in Brooklyn lebende Künstlerin Martha Rosler ihre Arbeit Meta-Monumental Garage Sale, eine groß angelegte Version des klassischen amerikanischen Garage Sale, bei dem Museumsbesucher*innen von der Künstlerin organisierte, ausgestellte und verkaufte Gebrauchtwaren durchstöbern und kaufen können. Die Installation füllte das Marron Atrium des MoMA mit seltsamen und alltäglichen Objekten, die von der Künstlerin, MoMA-Mitarbeiter*innen und der Öffentlichkeit gespendet wurden. Rosler schuf einen lebendigen Raum für den Austausch zwischen ihr selbst und ihren Kund*innen, die um die Preise feilschten. Das Projekt umfasste auch eine Zeitung und eine aktive Website.

Martha Rosler gilt weithin als eine der einflussreichsten Künstler*innen ihrer Generation, deren künstlerische Praxis, Lehrtätigkeit und Schriftstellerei auch nachfolgende Generationen beeinflussen. Rosler macht „Kunst über das Alltägliche, Kunst, die das soziale Leben beleuchtet“, indem sie das Alltägliche mit Hilfe von Fotografie, Performance, Video und Installation untersucht.

Der Meta-Monumental Garage Sale im MoMA war Nachfolger einer Arbeit, die ursprünglich (als Monumental Garage Sale) 1973 in der Galerie der University of California in San Diego stattfand. Die Arbeit wurde gleichzeitig als Garagenverkauf in den lokalen Zeitungen und als Kunstereignis in der lokalen Kunstszene beworben. Vor Ort stand auf einer Kreidetafel geschrieben „Vielleicht ist der Garagenverkauf eine Metapher für den Verstand“, und eine Diashow einer scheinbar typischen weißen Familie, die von einem lokalen Nachlass stammte, wurde kontinuierlich abgespielt. In der Nähe lief auch eine Tonbandschleife über eine Meditation über die Rolle von Waren im Vorstadtleben.

Der Garage Sale, der auch in der Generali Foundation, Wien (1999), im Museu d’Art Contemporani, Barcelona (1999), im Moderna Museet, Stockholm (2004) und im Institute of Contemporary Arts, London (2005) stattfand, bezieht die Besucher*innen in persönliche Transaktionen innerhalb einer sekundären, informellen Bargeldwirtschaft ein – genau wie bei Garage Sales, die außerhalb eines Museums stattfinden. Als Wanderprojekt akkumuliert der Garage Sale Gegenstände aus jeder nachfolgenden Veranstaltung. Diese reichen von Komponenten des ersten Projekts, wie der Diashow und dem Audiotrack, bis hin zu „Waren“ aus früheren Veranstaltungen und Fotos von Menschen, die Objekte hochhalten, die sie kaufen wollen oder gekauft haben, und die Teil der Installation sind.

Foto © Werner Kaligofsky, Bildrecht Wien 2024

17. – 30. November 2012
The Museum of Modern Art
The Marron Atrium
New York, NY, US

Kuratorinnen
Sabine Breitwieser, Chief Curator, und Ana Janevski, Associate Curator
mit Jill A. Samuels, Performance Producer, Department of Media and Performance Art

Publikation Download
Garage Sale Standard Issue 1
Garage Sale Standard Issue 2

Links
www.moma.org