Gustav Metzger. Geschichte Geschichte

Seit Beginn der 1960er-Jahre verfolgte Gustav Metzger (1926 Nürnberg, DE – 2017 London, UK) einen pointiert radikalen und revolutionären Anspruch. Ausgangspunkt für seine künstlerische Arbeit sind die politischen, ökonomischen und ökologischen Themen der Zeit. So reagierte Metzger in seinen Manifesten und Demonstrationen auf Bedrohungen wie das atomare Wettrüsten und die zunehmende Umweltzerstörung. Sein ästhetisches Konzept der „Autodestruktiven Kunst“ thematisiert das Destruktionspotential des 20. Jahrhunderts und versteht sich als Angriff auf das kapitalistische System und den Kunstbetrieb im Besonderen.

Diese Monografie widmet sich zum ersten Mal umfassend dem Gesamtkunstwerk des Künstlers und berücksichtigt dabei auch jüngere Arbeiten wie seine Serie Historic Photographs, die in einem direkten Bezug zur Biografie des Holocaust-Überlebenden Gustav Metzger stehen. Eine reichlich bebilderte Chronologie verortet die Aktivitäten des Künstlers im historischen und politischen Kontext ihrer Entstehung. Dadurch wird Metzger erstmals nicht nur als Künstler, sondern auch als Aktivist gewürdigt.

Der Band erschien zur gleichnamigen Ausstellung 2005 in der Generali Foundation in Wien.

Foto © Werner Kaligofsky, Bildrecht Wien 2024

Herausgegeben von
Sabine Breitwieser
für die Generali Foundation
Wien, 2005

Texte von
Vorwort Dietrich Karner, Einleitung Sabine Breitwieser, Aufsätze Justin Hoffmann, Kristine Stiles, Andrew Wilson, Texte Gustav Metzger, sowie Chronologie zusammengestellt von Anna Artaker

Grafische Gestaltung Dorit Margreiter
24,5 × 19 cm, 310 Seiten, 55 Farb- und 150 Duplex-Abbildungen
Klappenbroschur, getrennte deutsche und englische Ausgaben
Ostfildern, Hatje-Cantz, 2005 (gebundene Ausgabe)

German ISBN 3775716491
English ISBN 3775716505

Links
www.foundation.generali.at
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