Art After Conceptual Art geht den unterschiedlichen Vermächtnissen konzeptueller Praktiken seit den 1970er-Jahren nach. Die Anthologie ist getragen von der vorgestellten und entwickelten Idee, dass die Konzeptkunst eine Reihe unterschiedlicher, ja sogar einander widersprechender Formen von künstlerischer Praxis hervorgebracht hat. Während einige dieser künstlerischen Verfahren allgemein akzeptierte Annahmen darüber, was Kunst ist, unterminiert haben, haben andere dazu beigetragen, diese Glaubenssätze zu stabilisieren. Der Großteil des Bandes besteht aus neueren und äußerst innovativen Beiträgen, die die gängigen Historisierungen des Erbes der Conceptual Art ebenso herausfordern, wie sie den kritischen Impetus jener künstlerischen Verfahren seit den 1970er-Jahren in Frage stellen.
Die Aufsätze widmen sich so unterschiedlichen Themen wie den Verbindungen von Konzeptualismus und Institutionskritik, von neoexpressionistischer Malerei und konzeptuellen Paradigmen, der so oft übersehenen Komplizenschaft zwischen Konzeptkunst und Design sowie der Warenkultur, den spezifischen Formen von Identitätspolitik, die im Zuge der Rezeption der Conceptual Art betrieben wurden, und der Nord/Süd- und West/Ost-Dynamik des Konzeptualismus. Einige Texte, die nach wie vor zu den zentralen Beiträgen kritischer Debatten um konzeptuelle und postkonzeptuelle künstlerische Praktiken, Geschichte und Theorie zählen, wurden wieder abgedruckt, um die lebhafte und fortwährende Diskussion über den Status der Kunst nach der Konzeptkunst zu vermitteln. Es ist das Ziel des Bandes, neue Erkundungen über das Verhältnis zwischen postkonzeptuellen Strategien und den Anfängen der zeitgenössischen Kunst anzuregen.
Weitere geplante Bände in der Reihe Sammlung Generali Foundation zu Themen wie „Kunst, Gesellschaft und Politik“, Ost/West“ oder Performance und Partizipation“, herausgegeben In Zusammenarbeit mit anderen Kunstwissenschafter*innen, sind mit meinem Abgang von der Institution leider nicht erschienen. Ziel dieser Schriftenreihe war es, wichtige Themen dieser Sammlung vorzustellen, ohne deren Werke im Einzelnen zu behandeln. Vielmehr sollten diejenigen Diskurse untersucht werden, die maßgeblich waren für die Formierung der künstlerischen Praktiken wie im Programm und in der Sammlung der Generali Foundation verhandelt. Darüber hinaus sollten die sozialen, historischen und theoretischen Kontexte beziehungsweise deren wesentliche Veränderungen und Brüche sichtbar gemacht werden.
Foto © Werner Kaligofsky, Bildrecht Wien 2024
Reihe Sammlung Generali Foundation
Herausgegeben von
Sabine Breitwieser
für die Generali Foundation
Wien, 2006
Art After Conceptual Art
Herausgegeben von
Alexander Alberro und Sabeth Buchmann
Texte von
Vorwort Dietrich Karner, Editorial Sabine Breitwieser, Texte von Alexander Alberro, Edit András, Ricardo Basbaum, Benjamin H. D. Buchloh, Sabeth Buchmann, Thomas Crow, Helmut Draxler, Elizabeth Ferrell, Isabelle Graw, Helen Molesworth, Luiza Nader, Henrik Olesen, Gregor Stemmrich
Grafische Gestaltung Andreas Pawlik, Stephan Pfeffer
23 × 16,6 cm, 272 Seiten, 60 s/w Abbildungen
Klappenbroschur, separate deutsche und englische Ausgaben
Deutsch ISBN 978-3-901107-51-1
Köln, Buchhandlung Walther König, 2006
Englisch ISBN 3-9011107-50-9
Cambridge, The MIT Press, 2006
Links
www.foundation.generali.at

